Die Möglichkeiten der privaten Krankheitskosten-Vollversicherung

Die private Krankenversicherung bietet als Krankheitskosten-Vollversicherung ist die Alternative zur freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse. Sie trägt die individuell vereinbarten Kosten für medizinische Leistungen zur Behandlung von Krankheiten, Unfällen und Entbindungen. Dies beinhaltet z.B. Untersuchungen, Operationen, Zahnbehandlungen, Krankenhausbehandlungen und vieles mehr. Versicherte in der PKV haben freie Wahl unter allen Ärzten und Krankenhäusern. Ist eine Behandlung in sogenannten "gemischten Kliniken" notwendig, die auch Kuren oder Sanatoriumsbehandlungen durchführen, muß eine Kostenerstattungszusage eingeholt werden. Dies ist in einem regulären Krankenhaus nicht notwendig.

In Europa gilt der Versicherungsschutz unbeschränkt, außerhalb Europas mindestens bis zu einem Monat oder nach Vereinbarung und Tarif auch länger.

Privatversicherte sind nicht von gesetzlichen Leistungskürzungen, z. B. dem Gesundheitsreformgesetz betroffen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine private Vollversicherung zu gestalten. Es besteht die Möglichkeit eine 100% Absicherung mit und ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Die Selbstbeteiligung ist an die Kosten der ambulanten Kosten gebunden. Es wird im Voraus ein Betrag z.B. 150 Euro oder 500 Euro jährlich festgelegt, die man selbst an den Kosten trägt. D.h. diese werden von den eingereichten Rechnungen abgezogen. Im Krankenhausbereich gibt es meist keine Selbstbeteiligungs-Tarife.

Die Verdienstausfall- oder Krankentagegeld-Versicherung schützt privat Versicherte vor Einkommensverlusten bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Arbeitnehmer erhalten i.d.R. nach Beginn einer Krankheit noch 6 Wochen lang Lohn bzw.Gehalt vom Arbeitgeber. Vom vereinbarten Zeitpunkt an, bei Selbständigen und Freiberuflern auch vor der 7. Woche, wird das vereinbarte Tagegeld gezahlt. Die Höhe des Tagegeldes bestimmt jeder Versicherte selbst und kann so das volle Nettogehalt absichern. Der Beitrag hängt neben der gewünschten Höhe des Tagegeldes, dem Eintrittsalter und dem Geschlecht des Versicherten auch vom Beginn der Zahlung ab. Je später die Tagegeld-Zahlung beginnen soll, um so niedriger der Beitrag.